Röteln
Informationen für Betroffene und Interessierte
Röteln: Ursachen und Entstehung
Ursache für die Erkrankung ist das Rötelnvirus, das in der Regel z. B. beim Niesen oder Husten mit Sekreten aus den Atemwegen in die Luft gelangt und aerogen übertragen wird (sog. Tröpfcheninfektion). Es dringt über die Schleimhäute der oberen Atemwege (z. B. Nase oder Mund) in den Körper ein und vermehrt sich im lymphatischen System weiter. Die Inkubationszeit, d. h. der Zeitraum von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung, beträgt ca. zwei bis drei Wochen. Das Rötelnvirus kann jedoch auch diaplazentar, d. h. über den Mutterkuchen (Plazenta) übertragen werden und den Fötus v. a. in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen schädigen.
Die Einführung der Impfung gegen Röteln – in der BRD 1974, seit 1990 auch in den neuen Bundesländern – hat zu einem Rückgang der Rötelnerkrankungen geführt. Heute wird diese Impfung als Kombinationsimpfung (MMR: Masern, Mumps, Röteln) angewendet. Laut den Schätzungen des Robert Koch-Instituts aus dem Jahr 2003 kam es 2000 dennoch zu mindestens fünf Fällen einer konnatalen Rötelnerkrankung, d. h. einer Infektion des Fötus im Mutterleib.
Weitere Artikel im Bereich Entstehung:
Röteln: Ursachen und Entstehung
Der Startartikel in diesem Bereich gibt Ihnen einen allgemeinen Überblick darüber, wie Röteln entstehen.